Ihre Postition: Berichte :: BLP in Marsberg-Canstein im November 2010

BLP in Marsberg-Canstein

Was macht man an einem Novembersamstag, für den eine Unwetter-Warnung heraus gegeben wurde? Na klar – man fährt mit dem hündischen Vierbeiner auf eine Prüfung. In diesem Fall auf eine BLP. Meine Anspannung im Vorfeld war groß – war ich doch noch nie auf einer Bringleistungsprüfung gestartet und hatte auch vorher noch nie eine als Zuschauer oder Helfer miterlebt. Die Anreise war für den einen oder anderen Teilnehmer (so auch für uns) eine spannende Angelegenheit. Bei Starkregen und Aquaplaning fuhren meine Begleitung und ich durch den, für unser Hobby üblichen, sehr frühen Morgen. Wir schwiegen die meiste Zeit, denn keiner von uns wollte aussprechen, was wir dachten: Bei DIESEM Wetter KANN die Prüfung nicht stattfinden. Am Ort des Geschehens angekommen, war das Wetter aber wesentlich freundlicher – so freundlich wie es an einem regnerischen Novembertag Petrus möglich ist. Im Gegensatz zur Anfahrt, war der Empfang am Treffpunkt so richtig nett. Der Sonderleiter Jürgen Krautwald und sein Helferteam boten uns sowohl viele aufbauende Worte zur Motivation, als auch ein rundum-Sorglos Paket für das leibliche Wohl. Da viele der Teilnehmer sich bereits kannten, entstand trotz der vorherrschenden Nervosität schnell eine lockere und lustige Stimmung. An diesem Tag sollten zwei Curlies, zwei Golden und ein Flat von den Richtern Traute Burose, Claudia Steinhage und Norbert Timmermann geprüft werden. Nach der Begrüßung durch den Sonderleiter und die Richter, sowie Kontrolle aller Unterlagen und des Gebisses, der Chipnummer und der allgemeinen Konstitution der 5 zu prüfenden Hunde, ging es dann los ins sehr schöne Revier. Begonnen wurde mit der Überprüfung der Schussfestigkeit an Land, welche für keinen der teilnehmenden Retriever ein Problem war. Darauf folgte die Freiverlorensuche und leider konnte hier bereits das erste Team nicht bestehen. Nicht weit vom Suchengebiet entfernt, absolvierten die verbleibenden Teams dann problemlos die Gehorsamsfächer. Nachdem dieser Prüfungsteil beendet war, mussten wir erst mal alle unsere Autos wieder aus dem Revierabschnitt rausbekommen um in den nächsten gelangen zu können. Bei diesen Wetterverhältnissen sorgte die Bodenbeschaffenheit für einen zusätzlichen Nervenkitzel und ganz klar waren die Allrad-Fahrer hier im Vorteil. Eins steht für mich fest: In meinem nächsten Leben fahre ich auch einen Geländewagen… aber mein Kombi und ich hielten uns tapfer! Im nächsten Gelände angekommen, ging es mit den Haarwildschleppen weiter. In einem dichten Fichtenwald mit moosigem, feuchtem Boden hatte leider ein weiteres Gespann kein Suchenglück. Zu diesem Zeitpunkt setzte dann auch wieder stärkerer Regen ein und ich war froh, dass ich noch am Vorabend ganze 3 Jacken in mein Auto gelegt hatte. Ein netter Mitprüfling und die super Helferlein bauten zwar für alle eine Unterstellmöglichkeit und warme Verpflegung an dieser Station auf, doch hielt mich zugegebenermaßen meine Nervosität in Bewegung und nicht unter dem Schirm. Eine anschließende Mittagspause mit der Möglichkeit sich an einem Kamin zu wärmen und die nassen Klamotten abzulegen, ließen das Wetter aber im weiteren Verlauf des Tages unerwartet erträglich sein. Nach dieser Pause war Petrus wesentlich gnädiger mit uns und so konnten wir, ich mittlerweile in Jacke Nummer 2 gekleidet, einigermaßen trocken die Fächer Federwildschleppe und Einweisen absolvieren. Hier konnten alle noch verbleibenden Teams mit zufriedenstellenden Ergebnissen bestehen. Es blieb nur noch die Arbeit am Wasser. Der Teich barg so seine Tücken und die Dämmerung setzte bereits ein, als wir mit der Wasserarbeit begannen. Leider schied hier ein weiteres Team aus der Prüfung aus. Als letzter Teilnehmer, in der letzten Aufgabe, brachte mir mein Hund das letzte Stück Wild des Tages im allerletzten Büchsenlicht des Tages und mein Curlymädchen und ich konnten somit die Prüfung erfolgreich abschließen. Das von Erleichterung geprägte Freudentänzchen, welches ich bei der in Empfangnahme meines Hundes am Ende dieser Aufgabe vorführte, bitte ich hiermit nochmals zu entschuldigen. Das anschließende gesellige Beisammensein im Suchenlokal war sehr gemütlich. Mein herzlichstes Dankeschön auch noch einmal an dieser Stelle, an alle Beteiligten dieser Prüfung. Vor allem natürlich an den Sonderleiter Jürgen Krautwald und seine fleißigen Helferlein, die eine super Organisation und top Umsorgung geboten haben, dann noch einmal an die netten, fairen und geduldigen Richter und selbstverständlich auch an die netten Mitstreiter. Es war ein rundum gelungener Tag!

Bericht: Imke Naber mit CCR Elerrina Brazilian Darkness
Foto: Ulrike Sandfort