JPR am 27.03.2010
JP/R am 27.03.2010 in Engelkirchen
Was für eine Überraschung. Am Freitag, den 19.03.2010 kam die Einladung für die JP/R am 27.03.2010 ins Haus. Freude tat sich auf, schließlich hatten wir schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass die Prüfung noch stattfindet. Und dann machte sich plötzlich Schrecken breit. Oh Gott, der lange Winter und der Frost hatten bisher wenig Gelegenheit gelassen ein Training weiter fortzuführen. Und mal so ganz nebenbei von mir erwähnt, sollte es auch meine allererste Prüfung werden. Tessa wird von meiner Frau geführt, die den bisherigen Trainingsaufbau mit ihr gemacht hatte, aber leider krankheitsbedingt nicht antreten konnte. Wie gesagt, am 27.03.2010 stand nun die JP/R in Engelskirchen im Jagdrevier der Familie von Spee „ Haus Alsbach“ an. Also auf zum Treffpunkt um 08.00 Uhr am Hotel Engelskirchen. Dort stellte uns Sonderleiter Herr Jürgen Krautwald den Richterobmann Herrn Michael Brühl, sowie die Richter Herrn Henrichsen-Verkennis und Herrn Joachim Diewald vor. Die für die Prüfung erforderlichen Unterlagen wurden vorgelegt und geprüft. Kurz darauf wies uns Frau von Spee das ausgesuchte Prüfungsgelände, welches in ihrem Jagdrevier lag, zu. Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt sehr frisch und windig, aber die Hauptsache noch trocken. Die Nervosität stieg, aber seitens der Richter wurde uns Mut zugesprochen in dem wir ruhig und gelöst an alle Aufgaben gehen sollten. Das war für uns schon sehr aufbauend, und es hatte den Anschein als würde sich die Nervosität bei einigen Mitstreitern nach und nach legen. Nur von mir konnte ich das nicht gerade behaupten. Die erste Aufgabe: „Schussfestigkeit“, dazu gab ich Tessa frei, damit sie sich im Gelände frei bewegen konnte. Sie lief bzw. suchte mit ihrer Nase das Gelände ab und während ihrer Erkundung wurde mehrmals geschossen. Prima, kein Problem! Diese Aufgabe haben alle Teams mit Bravour bestanden. Das machte Mut auf mehr. Der zweite Prüfungspunkt: „Spurwille und Sicherheit auf der Schleppspur“, die 300 m Haarwildschleppe nahm Tessa sofort an und präsentierte mir, trotz kurzem Überlegen……wie komme ich mit Kaninchen im Fang unter dem Drahtzaun her?….. nach kurzer Zeit mit Vorsitz das Kaninchen. Braver Hund! Es folgte: „Freie Verlorensuche“ Das Suchengelände erinnerte an die Schäden, die der Orkan Cyrill hinterlassen hatte. Totholz, Windbruch, Mulden wechselten mit höherem Bewuchs, dazu durchzogen Wasserflächen das Suchengebiet, also wirklich nicht ganz einfach. Tessa holte mir alle 4 ausgelegten Stücke innerhalb kürzester Zeit. Puh- geschafft! „Standruhe und Merken“. Bis dahin spielte das Wetter immer noch mit, mal sonnig, mal stark bewölkt, aber sehr kühl. Zwei Richter gingen in m.E. ca. 50- 70 m Entfernung (mir kam es in meiner Anspannung viel weiter vor) vor uns her und wir 6 Teams folgten in der Line. Tessa kam als Nummer 5 zum Apport. Ihre Markierung überlief sie, warum auch immer, sie suchte sich dann aber schnell zurück und brachte mir das Stück. Prima, auch hier gab es keinen Ausfall und alle Teams haben bestanden. Nachdem die bisherigen Aufgaben von allen Teams erfolgreich absolviert waren, machten wir eine kleine Pause. Von dort aus gingen wir zu unseren Pkws, um unsere letzte Aufgabe am Gewässer zu arbeiten. Die Fahrt dorthin wurde von Regenschauern begleitet, aber das Glück ist mit den Tüchtigen, denn der Regen hörte auf und wir konnten im Trockenen die Aufgabe in Angriff nehmen. Letztes Prüfungsfach: „Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer“. Diese Aufgabe hörte sich einfacher an, als anfänglich gedacht, aber letztendlich wurde auch diese von allen Hunden erfolgreich gemeistert. Mit guter Stimmung ging es ins Suchenlokal, um den Tag gemütlich in fröhlicher Runde ausklingen zu lassen. Die Richter hatten noch weitere Arbeit vor sich, denn es musste die genaue Punktzahl der Teilnehmer ermittelt und die Leistungshefte und Urkunden ausfüllt werden. Dann kam der schönste Teil. Der Richterobmann Michael Brühl übergab vor versammelter Runde und unter Bekanntgabe der Punktzahlen den einzelnen Teilnehmern die Urkunden, was jedes Mal unter großem Applaus stattfand. Wie schon bereits erwähnt, wurde die Prüfung von allen Teilnehmern bestanden. Zu meiner großen Überraschung und Freude wurde meine Tessa Suchensieger mit 254 Punkten.
Fazit: Die Prüfungsteilnehmer und deren Hunde haben sich alle prächtig verstanden. Während der einzelnen Aufgaben wurden nicht nur gefachsimpelt, sondern auch Kontakte geknüpft und mancher Witz erzählt. Rundherum, wir waren schon ein tolle Truppe, die gut zusammenpasste. Ich denke es war für uns alle ein sehr gelungener Tag, der allen Teilnehmern viel Freude bereitet hat. Unser aller Dank gilt der Familie von Spee, für die Bereitstellung des schönen Geländes, sowie den Richtern für das faire Richten. Unserem Sonderleiter, Herrn Krautwald, sei an dieser Stelle für die Organisation und den hervorragenden Ablauf ebenfalls herzlich gedankt.
Karl-Heinz Schiffer mit Tessa (Rosecourt Bella-Rose)
JPR am 28.03.2010
JP/R am 28.3.2010 in Engelskirchen
Bei immer noch recht winterlichen Temperaturen machten wir uns am Sonntag in der Früh auf den Weg nach Engelskirchen. So war es für Diego und mich die erste gemeinsame Prüfung und ich war mächtig aufgeregt. Pünktlich um 8.oo Uhr trafen wir dann im Suchenlokal ein, wo sich die anderen Prüfungsteilnehmer schon versammelt hatten. Ein Teilnehmer hatte leider kurzfristig abgesagt, so daß unsere Gruppe aus 5 Hunden, (3 Golden und 2 Flats) mit Ihren Führerinnen, bestand. Nachdem die üblichen Formalitäten erledigt waren, stellte unser Sonderleiter Herr Krautwald das Richterteam vor, Herrn Brühl, Herrn Henrichsen-Verkennis und Herrn Diewald und erklärte anschließend den Prüfungsablauf. Die ruhige und humorvolle Ansprache der Richter sorgte rasch für eine angenehme Atmosphäre und die allererste Anspannung wisch aus unseren Gesichtern. Gemeinsam fuhren wir ein paar Kilometer ins Prüfungsgelände und schon bald konnte es losgehen. Zuerst wurden die Hunde auf Schußfestigkeit geprüft, womit keiner ein Probem hatte. Alle waren schußsicher. Als nächstes war die Nasenarbeit auf der Schleppe gefragt. Auch hier arbeiteten die Hunde sauber und alle kamen zum Stück, natürlich zur vollen Zufriedenheit ihrer Führerinnen. Die Aufgabe 3 war eine Suche in recht anspruchsvollen Gelände und es erforderte doch einige Zeit, bis alle Hunde zum Stück kamen. Nun hörte ich die Ansage "Walk-Up". Für mich persönlich der spannenste Aufgabe der Prüfung. Drei Hunde wurden schon auf die Ente geschickt und erledigten ihre Aufgabe prima. Dann kamen wir dran, tief durchatmen ……alles klappte. Ich konnte mich auf Diego verlassen, er hatte punktgenau markiert und kam in Windeseile mit der Ente zu mir zurück. Nachdem auch der 5. Hund die Markierung gut gearbeitet hatte, schienen alle ersichtlich erleichtert und freuten sich auf die wohl verdiente Mittagspause. Als wir dann zu unseren Autos gingen, hörte ich von weitem eine Stimme" Das Auto von Hund Nr. 4 hat einen Platten". Oh Schreck laß nach, das waren wir. Dank Herrn Georg Isphording, der blitzschnell zur Hilfe kam und das Rad wechselte, waren wir bald wieder mobil. Für seine rasche Hilfsbereitschaft möchte ich mich nochmal ganz herzlich bedanken. Nun stand noch die letzte Aufgabe aus, ein Apport in deckungsreichem Gewässer.. Hier lief es für einen Hund leider nicht so gut, er nahm das Wasser nicht an und konnte die Prüfung nicht bestehen. So schade, denn hatte er die anderen Fächer doch recht gut gearbeitet.. Alle anderen Hunde lösten die Aufgabe zur Zufriedenheit der Richter. So gegen 15.30 Uhr fuhren alle zusammen wieder ins Suchenlokal, wo wir mit Spannung die Punkteverteilung erwarteten. Noch vor dem gemeinsamen Essen erlöste uns unser Prüfungsleiter Herr Brühl und gab die Ergebnisse bekannt. Alle Hundenamen waren schon gefallen, doch was war mit Diego? Und als Herr Brühl bekannt gab, daß Diego Suchensieger wurde, war meine Freude überschwenglich. Diego schien das Ergebnis weniger zu interessieren, vielmehr hatte er jede Menge Spaß an den Aufgaben im Gelände und konnte durch seine große Arbeitsfreude und Spurwille die Richter überzeugen. Ich bin so stolz auf ihn, klasse gemacht! Zum Schluß möchte ich noch ein herzliches Dankeschön sagen an unseren Sonderleiter Herrn Krautwald für die hervorragende Organisation, an unser Richterteam für die sachliche Beurteilung der Leistungen unserer Hunde, an Frau Isphording für die vielen schönen Fotos. Vielen Dank auch an Familie von Spee die ihr Gelände für die Prüfung zur Verfügung gestellt hatte. Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen für den guten Zusammenhalt, jeder hat mit jedem mitgefiebert und vor jeder Aufgabe fest die Daumen gedrückt. Ein wunderschöner spannender Tag ging für uns zu Ende.
Claudia Skowronek mit Diego d'Aspe et d'Ossau

